Anfang November 2010 ist ein Fahrlehrer mit seinem Sohn auf der K 612 unterwegs nach Niedermeilingen. Hinter dem Klostergut Gronau taucht plötzlich eine Luchsin mit zwei Jungen auf und überquert die Chaussee. Das Auto lassen die Drei auf zwanzig Meter herankommen. Die Jungtiere sind nicht größer als eine „dicke Hauskatze“ und kommen nur mühsam die steile Straßenböschung hoch. Das letzte Junge wird von der Mutter immer mal wieder aufmunternd „geschubst“. Die Luchse werden als „einfarbig hellbraun“ beschrieben, mit schwacher Fleckung an den Seiten. Ihre typischen Stummelschwänze waren deutlich zu sehen.
Um diese Jahreszeit sind Jungluchse normalerweise fast so groß wie ihre Mutter. Bei dem Nachwuchs am Kloster Gronau muss es sich um einen späten Wurf gehandelt haben. Geführt von der Luchsin haben allerdings auch kleine Jungtiere gute Chancen durch den Winter zu kommen.