Luchse bewachen ihren Riss

Ende Dezember 2012 traf eine Studentin mit ihrem Hund bei Helsa-St.Ottilien (Landkreis Kassel) auf eine Luchsfamilie, die ihren Rehriss in Gefahr sah. Hund und „Frauchen“ wurden unmissverständlich auf Abstand gehalten. Beschrieben wurde eine Luchsin mit zwei nahezu erwachsenen Jungtieren. Die Studentin trat vorsichtshalber den Rückzug an, kam aber in Begleitung ihres Vaters zurück. Die Luchsfamilie war noch da und es gelangen etliche Fotos.

Am nächsten Tag konnten die Tiere erneut an ihrem Riss fotografiert werden. Leider gelang es nicht, alle Drei zusammen abzulichten. Nach den Monitoring-Standards des Bundesamtes für Naturschutz gelten bei (fast) gleichgroßen Luchsen erst drei Tiere im Bild als Beleg für Nachwuchs. Bei zwei Tieren könnten sich auch Luchsin und Kuder getroffen haben.

Dass der Studentin etwas mulmig geworden war, ist nachzuvollziehen. Die Luchse fauchten und kamen dabei auch näher. Die Aggressivität galt allerdings in erster Linie dem Hund. Die Nachfahren des Wolfes werden als Beutekonkurrenten betrachtet und gelten damit als potentielle „Futterdiebe“. Menschen werden eher „neutral“ gesehen. Eine reale Gefahr für „das Frauchen“ bestand zu keinem Zeitpunkt.

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