Jungluchs sendet aus dem Grenzgebiet

Luchs M6 wird besendert. Mit dabei war ein Fernseh-Team vom NDR. (Foto: Luchsprojekt Harz)
Für die Besenderung wurde M6 „demobilisiert“.

Der Anfang Mai 2013 nördlich Hann. Münden (Niedersachsen) besenderte Luchskuder M6 war zwischenzeitlich auch mal in Hessen. Am 7. Mai meldete er sich via GPS diesseits der Landesgrenze. Das Signal kam aus einem Waldareal etwa 6 km südöstlich von Oberweser (Landkreis Kassel). Das einjährige Jungtier war in der Walpurgisnacht in eine Kastenfalle des Luchsprojektes Nationalpark Harz gegangen. Die Falle stand ganze 500 m von jenem Platz entfernt, an dem zuvor ein Luchs gesehen wurde, der ein Sendehalsband getragen haben soll. Die Fachleute vom NP Harz vermuten daher, dass es dort nur diesen einen Luchs gab. Das Halsband war mutmaßlich eine „optische Täuschung“. Es hatte die Spekulation genährt, dass der seit 2010 in Hessen „verschollene“ Luchskuder M2 wieder aufgetaucht sein könnte. Mit M6 ist nun de facto ein Luchs mit Sendehalsband im Grenzgebiet unterwegs.

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