Bereits zwischen 1999 und 2001 war im Reinhardswald ein Luchs unterwegs. Alle Beobachter beschrieben das Tier als „nicht sehr groß“ oder „eher zierlich“. Von daher war klar, dass in allen Fällen derselbe Luchs gesehen wurde. Die meisten Begegnungen fanden in einem etwa 10 000 Hektar großen Waldareal des mittleren Reinhardswaldes statt, in etwa markiert durch die Orte Hombressen, Gottsbüren, Gottstreu und Veckerhagen. Die Nähe zum Tierpark Sababurg ließ natürlich sehr bald den Verdacht aufkommen, dass der Luchs zum dortigen Bestand gehörte und nun dabei war, auch andere Teile des Reinhardswaldes zu erkunden. Doch die Sababurg-Luchse waren noch vollzählig. Das Tier musste zugewandert sein.
Im April 2007 gab es erneute Hinweise auf einen Luchs im Reinhardswald. Bei Hofgeismar-Beberbeck wurden damals Rufe gehört. Im Dezember 2007 wurde dort dann auch ein Tier gesehen.