Im Januar und Februar 2011 waren in einem privaten Wildgatter bei Wattenbach insgesamt sieben Mufflons zu Tode gekommen. Zumindest zwei davon wurden von einem Luchs gerissen. Sie konnten von einem Luchsbeauftragten untersucht werden und wiesen die typischen Merkmale auf. Zudem fanden sich etliche Luchsfährten auf dem Gelände. Für die zwei Wildschafe, die zur Luchsbeute wurden, hat das Land den Tierhalter entschädigt.
In Hessen gibt es dafür keine formelle Regelung. Es wird „von Fall zu Fall“ entschieden, ob „unbürokratisch“ Ersatz geleistet wird. Allerdings war das Gatter gegen Luchse nicht gesichert. Es gab keine Elektrozäunung und etliche Bäume ragten mit ihren Ästen über die Einfriedung. Der bequeme Einstieg für jeden Luchs. Der Besitzer sagte entsprechende Vorkehrungen zu. Seither ist dort nichts mehr passiert.