Fotofallen im Riedforst

Das Kamera-Monitoring im Landkreis hatte schon kurz nach dem Start im Januar 2011 einen ersten Erfolg zu verzeichnen: Im Wald bei Melsungen zeigte sich ein fotogener Luchs zu unterschiedlichen Zeiten einer Fotofalle und sorgte durch deren Selbstauslöser für eine adrette Fotoserie. Die Schwarzweiß-Bilder sind Infrarot-Aufnahmen. Sie können in der Nacht „geschossen“ werden, ohne dass das Tier durch einen Lichtblitz erschreckt wird.

Luchs-Aufnahme im Rahmen des Flächenmonitoring in Nordhessen
Luchs-Aufnahme im Rahmen des Flächenmonitoring in Nordhessen
Luchs-Aufnahme im Rahmen des Flächenmonitoring in Nordhessen
Luchs-Aufnahme im Rahmen des Flächenmonitoring in Nordhessen
Luchs-Aufnahme im Rahmen des Flächenmonitoring in Nordhessen
Luchs-Aufnahme im Rahmen des Flächenmonitoring in Nordhessen

Dieses „aktive Monitoring“ realisierten in Nordhessen die Forstämter Melsungen und Hessisch Lichtenau in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Hessenluchs. Insgesamt waren 50 Fotofallen im Einsatz, die an einschlägigen Punkten im Forstbereich installiert wurden. 27 Fallen steuerte der BUND aus Spendenmitteln bei, 10 kamen vom NABU. Weitere 13 Kameras besorgte das Forstamt Melsungen im Rahmen seiner „Arten-Patenschaft“ für den Luchs. Die Fotofallen hingen in Riedforst und Söhre bis Oktober 2012 und brachten ein Vielzahl von Luchsnachweisen, die im Fotofallenbericht 2011 (pdf·1,3 M) und Anhang (pdf·4,1 M) dokumentiert sind. Im Forstamtsbereich Hessisch Lichtenau (Werra-Meißner-Kreis) wird das Kamera-Monitoring fortgeführt.

Ziel der Beobachtung auf kleiner Fläche ist das Dokumentieren von individuellen Merkmalen eines Tieres. So kann man einen Luchs wieder erkennen, wenn er an einer anderen Fotofalle vorbeiläuft. Nach einem längeren Beobachtungszeitraum sind dann die Individuen in einem Areal bekannt. Damit will man auch Hinweise auf die Anzahl der Tiere und die Größe ihrer Streifgebiete bekommen. Daten, die durch das generelle „passive Monitoring“ des AK Hessenluchs nicht zu gewinnen sind.

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