Mitte August 2015 wurde im Vogelsbergkreis ein Goldschakal fotografiert. Die Aufnahme gelang einem Jäger in der Nähe von Schlitz. Dieser erste Nachweis in Hessen wurde inzwischen von Experten bestätigt. Das Umweltministerium geht davon aus, dass das wolfsähnliche Tier aus Süddeutschland zugewandert ist. Das eigentliche Verbreitungsgebiet von Canis aureus liegt in Südosteuropa, von wo aus Einzeltiere seit Ende der achtziger Jahre immer wieder Richtung Nordwesten wandern. In Österreich konnte ein Goldschakal erstmals 1987 nachgewiesen werden, in Italien, Tschechien, Ungarn und Kroatien werden mittlerweile vermehrte Vorkommen festgestellt. Zwischen 1996 und 1998 streifte ein Einzeltier durch Brandenburg und 2012 tappte ein Goldschakal in eine Fotofalle im Nationalpark Bayerischer Wald.
(Quelle: Umweltministerium Hessen / 28.08.2015)
