
Schon Wochen zuvor hatte „M9“ an der Landesgrenze bei Hann. Münden für Aufsehen gesorgt, als er dort am vierten Adventssonntag ein gerissenes Reh bewachte und sich von Spaziergängern nicht weiter stören ließ.
Seine Telemetrie-Daten zeigen, dass er sich wenig später für die Rückkehr nach Hessen entschied, wo er bereits 2016 nachgewiesen worden war. Damals wurde er bei uns als „Pou“ registriert.

Bei seiner neuerlichen „Hessen-Tour“ ab Ende Dezember 2018 wurde „M9/Pou“ nicht nur kontinuierlich geortet, sondern auch am 28.12.18 bei Alheim (Kreis Hersfeld-Rotenburg) fotografiert. Das Senderhalsband war nicht zu übersehen. Danach zog er wieder gen Norden in den Werra-Meißner-Kreis, wo er auf die beiden Zwerg-Schafe traf. Die Kleinwüchsigkeit der Tiere dürfte dabei eine Rolle gespielt haben, denn andere, normal große Schafe auf Heinemanns Weide hat er nicht angerührt. Der Züchter bedauerte natürlich den Verlust seiner seltenen Quessant-Schafe, zeigte aber auch Verständnis für den Luchs, der ja „erlaubte“ und „unerlaubte“ Beutetiere nicht unterscheiden könne. Natürlich habe auch die Großkatze das Recht, in Hessens Wäldern zu leben.