Ende August 2017 wurde der besenderte Luchs M10 bei Germerode (Werra-Meißner-Kreis) tot gefunden. Bei der Obduktion durch das IZW in Berlin konnten keine Geschossreste entdeckt werden, so dass von einem natürlichen Tod ausgegangen werden muss. Da der adulte Kuder schon stark verwest war, ergaben sich auch keine eindeutigen Hinweise auf Krankheiten.

M10 war im Februar 2017 bei Hildesheim vom Luchsprojekt Harz besendert worden. Von dort wanderte er innerhalb kurzer Zeit in den Harz. Mitte Mai überquerte er dann bei Bad Sooden-Allendorf die hessische Grenze und wurde seither im Raum Hessisch Lichtenau geortet. Mit rund 150 Kilometern (Luftlinie) bzw. 300 Kilometern bei Verbindung aller telemetrischen Nachweispunkte ist dies die bisher längste Wanderung eines niedersächsischen Luchses, die dokumentiert werden konnte.