Im Thüringer Wald dokumentierte eine Fotofalle im November 2021 einen Luchs, der zuvor bereits in Hessen und Niedersachsen nachgewiesen worden war. Das ergab mittlerweile ein Fellmustervergleich.
Dieser Luchs wurde Frühjahr 2019 im niedersächsischen Solling geboren. Im Herbst 2019 tauchte er mit seiner Mutter und drei Geschwistern im nordhessischen Reinhardswald auf. Reinhardswald und Solling sind durch die Weser voneinander getrennt. In der Folgezeit wechselte die Luchsfamilie noch einige weitere Male über die Weser und hielt sich teils in Hessen, teils in Niedersachsen auf. Im Herbst 2020 verliert sich dann allerdings ihre Spur. Lediglich einer der Jungluchse war auch weiterhin im hessisch-niedersächsischen Grenzgebiet unterwegs.
Die Aufnahme im Thüringer Wald gelang im Rahmen eines Monitoring-Projektes, das dort der BUND Thüringen gemeinsam mit dem WWF Deutschland im Auftrag des Thüringer Umweltministeriums durchführt. Derzeit ist offen, ob dieser „Drei-Länder-Luchs“ sich dauerhaft in Thüringen niederlässt oder weiterzieht.
