Begegnung im grenznahen Thüringen

,

Anfang Januar 2018 war eine Spaziergängerin mit ihrem Hund bei Gerstungen (Thüringen) auf dem ehemaligen „Kolonnenweg“ entlang der alten innerdeutschen Grenze unterwegs. Um die Mittagszeit bemerkte sie in etwa 60 m Entfernung einen Luchs, der ihr langsam folgte, aber stets den Abstand einhielt. Als sie stehen blieb, setzte sich das Tier auf den Weg und schaute interessiert zu Hund und „Frauchen“. Schließlich verschwand es in aller Ruhe im Unterholz. Dabei gelangen ein Video und etliche Fotos.

Der historische Weg verläuft entlang der heutigen Landesgrenze zu Hessen. Die Begegnung korrespondiert denn auch mit kontinuierlichen Luchsnachweisen im benachbarten Landkreis Hersfeld-Rotenburg.

Luchsnachweise im hessischen Grenzraum 2017 und bei Gerstungen/Thüringen 2018 (Datenbasis: Luchsprojekt Uni Göttingen
Luchsnachweise im hessischen Grenzraum 2017 und bei Gerstungen (Thüringen) 2018

Bereits im Sommer 2017 war in dem Waldgebiet bei Gerstungen ein Luchs fotografiert worden, der einen Hochsitz als Ausguck für die Jagd genutzt hatte. Der erste Nachweis im westlichen Thüringen. Mitte Januar 2018 lief auch im 30 km entfernten Nationalpark Hainich ein Luchs in eine Fotofalle. Dort hatte man seit Jahren Fährten und Risse gefunden, aber das Tier nie nachweisen können.

Schreibe einen Kommentar