Erster C1-Nachweis bei Sinntal

Im Dezember 2015 fotografierte ein Forstmann bei Sinntal einen Luchs, der wenig Scheu zeigte. Der erste C1-Nachweis im hessischen Spessart und damit auch im Main-Kinzig-Kreis. Das Foto gelang mit einem Mobiltelefon, dem ein Fernglas vorgehalten wurde. Der Aufnahmeort wurde von der zuständigen Luchsbeauftragten durch ein Kontrollfoto bestätigt.

Luchs bei Sinntal (Main-Kinzig-Kreis) (Foto: Christian Rietz-Nause/Hessen-Forst)

Der Förster war am frühen Nachmittag im Wald unterwegs, als der Luchs plötzlich 30 m hinter ihm auftauchte. In dieser Distanz folgte er dem Forstmann etwa 150 m weit. Als dann die Kinder des Försters dazu kamen, verschwand der Luchs im Unterholz. Wenig später zeigte sich das Tier erneut auf 50 m und konnte fotografiert werden.

Es ist nicht auszuschließen, dass dieser Luchs aus einer Gatterhaltung stammt und sein wenig scheues Verhalten so zu erklären ist. Allerdings kennen wir aus Nordhessen mehrere solcher „Nahbegegnungen“, an denen auch der telemetrierte Harzluchs M2 beteiligt war, der nachweislich im Freiland geboren wurde. Möglicherweise geben die im Harz von 2000 bis 2006 ausgewilderten Gatterluchse ihre „guten Erfahrungen“ mit dem Menschen auch an ihre Nachkommen weiter.

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