
Aus dem Rheingau-Taunus-Kreis werden regelmäßig Beobachtungen von Luchsen durch Wanderer, Forstleute und Jäger gemeldet. Der Schwerpunkt liegt in den Wäldern um Bad Schwalbach und im Aartal. Weit seltener sind die Funde gerissener Beutetiere, die von einem Luchs stammen könnten. Das liegt auch am starken Schwarzwildbestand im Taunus. Die borstigen Allesfresser lassen von einem gerissenen Tier in der Regel nur verstreute Teile zurück. Eine Zuordnung zu einem Beutegreifer ist dann nicht mehr möglich.
Im Mai 2011 wurden im Kreisgebiet erstmals Fotofallen ausgebracht. Mittlerweile sind acht Sensor-Kameras im Einsatz, die auch in den Wäldern auf Wiesbadener Stadtgebiet hängen. Der Fotonachweis eines Luchses ist bisher nicht gelungen. Das liegt an der Seltenheit der Tiere und den wenigen Kameras auf großer Fläche. Zum Vergleich: für das erfolgreiche Monitoring-Projekt in Nordhessen wurden fünfzig Fotofallen installiert.