Der erste Luchsriss wird bestätigt

totes Reh mit Kehlbiss (Foto: Mathias Klein)

Im Januar 2011 findet schließlich ein Jäger bei Strinz Margarethä ein totes Rehkitz. Das Beutetier weißt lediglich einen Kehlbiss auf, die linke Keule ist angefressen. Ansonsten ist das Reh unversehrt. Der Jäger findet dieses „Rissbild“ ungewöhnlich und zieht einen der Luchsbeauftragten im Landkreis hinzu. Der begutachtet das Reh und ist sich bald sicher: hier war ein Luchs am Werk. Der erste authentische Riss im Taunus, der dokumentiert werden konnte.

Drei Nächte wartete eine Fotofalle auf die Rückkehr des Luchses. Doch der hatte offenbar kein Interesse mehr an seiner Beute. Womöglich roch sie auch zu stark nach Mensch, da das Kitz zur Begutachtung abgehäutet worden war. Lediglich zwei Kolkraben ließen sich fotografieren. Zur Freude der HGON, da es damals so weit im Westen des Taunus noch keinen Nachweis gab.

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