Fotofallen im Landkreis

Im Mai 2011 konnten wir die ersten Fotofallen im Stadtwald von Bad Schwalbach installieren. Sie wurden den Luchsbeauftragten von der Bürgerstiftung „Unser Land! Rheingau und Taunus“ zur Verfügung gestellt. Nach Luchssichtungen im Wispertal wurde auch dort eine Sensorkamera ausgebracht. Zwei Fotofallen wurden mittlerweile gestohlen. Im Sommer 2012 übergab der NABU-Kreisverband Wiesbaden dem AK Hessenluchs weitere drei Spezialkameras, die im Forstamtsbereich Wiesbaden-Chausseehaus eingesetzt werden. Insgesamt sind nun acht Fotofallen in der Fläche.

Zusammenstellung von Tieren in der Fotofalle am Tag
Aufnahmen am Tag…

Das Monitoring von Hessenluchs basiert auf einem Kooperationsvertrag mit dem Hessischen Umweltministerium, der die Fotofallen-Projekte einschließt. Der praktische Einsatz gewährleistet den gebotenen Datenschutz. Unbeabsichtigt entstandene Fotos von Waldbesuchern werden bereits bei der Auswertung gelöscht.

Die Fotofallen dokumentierten bislang eine Vielzahl von Waldbewohnern, darunter auch die seltene Wildkatze, deren Daten an die Naturschutzbehörde weitergeleitet werden. Bemerkenswert ist die Aufnahme eines Marderhundes, auch Enok genannt. Dieser Beutegreifer wandert seit den sechziger Jahren aus Osteuropa ein. Enok-Kenner aus Mecklenburg haben sich die Fotos angesehen und bestätigt. Der erste Fotonachweis im Landkreis, vermutlich auch im ganzen Taunus. Luchsfotos blieben bisher aus. Das liegt nicht nur an der Seltenheit der Tiere, sondern auch an der geringen Zahl der Kameras.

Zusammenstellung von Tieren in der Fotofalle in der Nacht
… und Aufnahmen in der Nacht

junges Wildschwein (Frischling) in der Fotofalle Marderhund (Enok) in der Fotofalle Marder in der Fotofalle Dachs in der Fotofalle Wildkatze in der Fotofalle

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