Luchsfährte im Taunus

Im Dezember 2017 gelangen im Raum Heidenrod (Rheingau-Taunus-Kreis) zwei Fotos einer ungewöhnlichen Fährte. Damals war eine Hundeführerin während einer Bewegungsjagd im Hinterlandswald auf die Fährte einer großen Katze gestoßen, die über den Stamm eines umgestürzten Baumes balanciert war. Dies ist einer jener seltenen Fälle, in denen der Luchs seine Krallen ausfährt. Die fotografierten Abdrücke sind katzentypisch, weil die „Nägel“ in kurzem Abstand vor den Zehenballen aufsetzen. Anders als etwa bei Fuchs, Wolf und Hund, wo sich die Krallen direkt an der Pfote abzeichnen.

Luchsfährte auf schneebedecktem Baumstamm (Foto: Brigitte Debo)
Trittsiegel mit Krallenabdrücken
Luchsfährte auf schneebedecktem Baumstamm (Foto: Brigitte Debo)

Die Größe der Trittsiegel wurde auf 8×7 cm geschätzt, der Durchmesser des Stammes auf etwa 50 cm. Damit wären die Pfotenmaße plausibel und nur ein Luchs käme in Frage. Wildkatzen-Abdrücke sind deutlich kleiner.

Die Aufnahmen entsprechen allerdings nicht den Monitoring-Standards des Bundesamtes für Naturschutz, die einen vergleichenden Maßstab im Bild verlangen. Deshalb können sie nicht als C2-Meldung gewertet werden. Wir haben sie daher nur als C3-Hinweis eingestuft.

Schreibe einen Kommentar