Die Paarungszeit des Rotwilds ist ja hierzulande die hohe Zeit der Hirschjagd. Ein Umstand, der zu verstärkter Präsenz von Jägern und Forstleuten im Wald führt. Davon konnte auch unser Luchs-Monitoring profitieren.

Ende September 2012 saß ein Forstmann am frühen Morgen auf einem Hochsitz im Wald bei Melsungen und wartete auf einen „passenden“ Hirsch. Gegen 7 Uhr sah er in 100 m Entfernung auf einem Waldweg „schnelle Bewegungen“. Im Fernglas konnte er eine Luchsin mit drei Jungen ausmachen, die in Richtung seines Ansitzes zogen. Die Luchsin kam dann nur 10 m entfernt vorbei. Ein Jungtier fand die Ansitzleiter interessant und kam herüber. Es stellte sich unmittelbar darunter, gewahrte den Forstmann und schaute neugierig hoch. Dann gingen alle Vier ohne Hast ihres Weges.

