Mitte November 2017 bemerkte der Fahrer eines Holztransporters an der A4 bei Bad Hersfeld einen toten Luchs und informierte das dortige Forstamt. Die Naturschutzabteilung des RP Kassel untersuchte daraufhin den Fundort und barg das Tier, das mutmaßlich überfahren worden war.

Fellmustervergleiche mit Fotos aus dem Kamera-Monitoring ergaben bald, dass der Kuder noch nie in Hessen dokumentiert wurde. Schließlich identifizierten die Wildtiergenetiker des Forschungsinstituts Senckenberg anhand von Genproben den Luchs „LL131m“, der bereits Ende Januar 2017 in Niedersachsen nachgewiesen worden war. Man fand damals sein Genprofil an sieben toten Kamerunschafen, die er bei Bevern-Lobach gerissen hatte. Von dort bis Bad Hersfeld sind es etwa 110 km Luftlinie.
Der Unfalltod von „LL131m“ an der A4 wurde durch die obligatorische Obduktion bestätigt. Schussverletzungen oder Krankheiten wurden als Todesursache ausgeschlossen.