Ende August 2013 gelang im Kaufunger Wald (Werra-Meißner-Kreis) ein erneuter Reproduktionsnachweis. Eine Luchsin mit ihren zwei Jungen wurde von einer Fotofalle des Forstamtes Hessisch Lichtenau erfasst.

Ebenfalls im August traf ein Mountainbiker am Bilstein im Kaufunger Wald auf eine Luchsin mit drei Jungen. Dem Beobachter gelangen leider nur einige Fotos des erwachsenen Tieres. Die Jungen waren fotoscheu. Sie werden als „etwa so groß wie eine Hauskatze“ beschrieben.
Es war gegen 10.30 Uhr, als der Radfahrer das morgendliche Sonnenbad der Luchsfamilie auf einem Waldweg störte. Die Gruppe konnte zunächst aus nur 3 Meter Entfernung beobachtet werden. Dann verschwand sie ohne Hast im Unterholz. Die Luchsin stupste die Jungen immer mal wieder an, um den gemächlichen Abgang ein wenig zu beschleunigen.

Im September 2013 wurde ein Forstbeamter im Kaufunger Wald zu einem toten Reh gerufen, das sich als Luchsriss herausstellte. Das war leicht zu erkennen, da er dort auf eine Luchsin mit drei Jungen traf. Die Gruppe konnte fotografiert werden. Allerdings gibt es nur Bilder, auf denen zwei Jungtiere zu sehen sind. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass wir es mit derselben Luchsfamilie zu tun haben, die im August in die Fotofalle lief. Das dritte Jungtier könnte damals von der Fotofalle nicht erfasst worden sein. Denkbar ist aber auch, dass in diesem Bereich zwei Luchsinnen mit jeweils zwei und drei Jungluchsen unterwegs sind.
Ebenfalls im September 2013 gelangen ganz in der Nähe weitere Zufallsfotos, die ein Luchsweibchen mit drei Jungen dokumentieren. Diese Bilder sind nur im Internet zugänglich, da wir die Fotorechte nicht bekamen. Der Aufnahmeort wurde vom zuständigen Luchsbeauftragten überprüft. Damit gibt es drei Fotonachweise vom 2013er Luchsnachwuchs im Landkreis. Bei Hessisch Lichtenau waren bereits im Januar 2013 Jungtiere der Vorjahresgeneration dokumentiert worden.

